Wissenswertes rund ums Thema "Auge"

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.


 

Charles-Bonnet-Syndrom

⇒Ursache          ⇒Therapie          ⇒Fazit

 

Bei dieser eher seltenen Erkrankung nehmen Patienten mit starker Sehschwäche Trugbilder wahr. Sie sehen zum Beispiel Menschen, Tiere oder Lichtpunkte, die gar nicht vorhanden sind. Es handelt sich also um optische Halluzinationen.  Man schätzt, dass ungefähr 11-15% aller Menschen mit verminderter Sehschärfe darunter leiden. Allerdings ist die Dunkelziffer recht hoch, da viele Betroffene aus Angst und Scham darüber schweigen, weil sie fürchten, als verrückt abgestempelt zu werden. Dabei gibt es einen ganz klaren Unterschied zu psychischen Erkrankungen, wie Schizophrenie. Im Falle des Bonnet-Syndroms nehmen Betroffene die Trugbilder als nicht real wahr und distanzieren sich davon. Es handelt sich also nicht um ein wahnhaftes Erleben von Halluzinationen.

 

Ursache

Wie bereits erwähnt, liegt dem Charles-Bonnet-Syndrom eine starke Sehschwäche zugrunde. Die betroffenen Patienten leiden zum Beispiel an Makuladegeneration, Katarakt oder Diabetischer Retinopathie. Zwei Punkte spielen hierbei eine Rolle: Zum einen können Trugbilder entstehen, weil der Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung der optischen Signale zuständig ist, zu wenige visuelle Reize erhält. Er beginnt aus Erinnerungen und Vorstellung spontan neue Bilder zu produzieren. Zum anderen werden in diesem Hirnareal Verknüpfungen umfunktioniert.

Prinzipiell ist die Erkrankung harmlos, kann aber für Patienten eventuell eine enorme Belastung darstellen.

 

Therapie

Da das Bonnet-Syndrom immer auf einer starken Sehschwäche begründet ist, muss in erster Linie versucht werden, die Sehkraft zu verbessern. Beim Grauen Star reicht zum Beispiel bereits der Austausch der körpereigenen, getrübten Linse durch eine Kunstlinse in einer Katarakt-OP aus, um die Sehstärke wiederherzustellen.

Falls es jedoch nicht möglich ist, die Ursache zu beheben und der Betroffenen zu sehr unter den optischen Halluzinationen leidet, wird der behandelnde Arzt eine Medikamentengabe in Betracht ziehen. Es können zum Beispiel Tabletten helfen, die bei Epilepsie oder Demenz verordnet werden.

Wichtiger ist aber, Patienten mit entsprechenden Grunderkrankungen, vorab darüber zu informieren, dass es bei einer starken Sehschwäche zur Wahrnehmung von Trugbilder kommen kann. Dann ist es dem Betroffenen möglich, mit diesen Halluzinationen umzugehen. Eine Option ist zum Beispiel, darauf zuzugehen oder danach zu greifen. Dann lösen sich die Trugbilder einfach auf.

 

Fazit

Das Bonnet Syndrom ist eine harmlose Begleiterscheinung starker Sehschwäche, wie sie zum Beispiel bei AMD oder Katarakt vorkommt. Dieses Phänomen verschwindet von alleine wieder, wenn der Grund für die Sehverminderung behoben wird. Ist es nicht möglich die Ursache zu behandeln und leidet der Betroffene sehr unter den Trugbildern, können Medikamente wie zum Beispiel Antiepileptika oder Antidepressiva helfen.


 

Lesen im Dunkeln schadet den Augen?

⇒Erklärung              ⇒Fazit

 

Wir alle haben die Ermahnungen unserer Eltern noch im Ohr, wenn wir abends, mit der Taschenlampe unter der Bettdecke, beim Lesen erwischt wurden. „Du verdirbst Dir Deine Augen!“ Ist das wirklich so? Stimmt schon, häufig bekommt man Kopfschmerzen, wenn man versucht, bei schlechten Lichtverhältnissen zu lesen. Manchmal sind, nach einem längeren Zeitraum, auch die Augen leicht gerötet. Aber heißt das zwangsläufig, dass man seine Augen damit dauerhaften Schaden zufügt? Nein, zum Glück nicht, wenn unsere Augen genügend Zeit haben, sich zu regenerieren.

 

Erklärung

Unsere Augen sind wahre Wunderwerke, die Höchstleistungen vollbringen. Um sich beim Lesen an die unterschiedlichsten Lichtverhältnisse anpassen zu können, greifen verschiedenste Mechanismen. Zum einen reguliert der Ziliarmuskel die Form unserer Linse, stellt damit beim Lesen den optischen Apparat auf Nähe ein. Zum anderen müssen unsere Stäbchen, die Photorezeptoren in der Netzhaut, die für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich sind, bei schlechten Lichtverhältnissen Höchstleistung vollbringen. Sie benötigen das Sehpigment Rhodopsin, um die optischen Signale in elektrische umzuwandeln, die dann an unser Gehirn weitergeleitet werden. Lesen wir bei Dunkelheit ist der Verbrauch von Rhodopsin sehr hoch. Es bleibt dann zunächst keine Möglichkeit zur Regeneration und das wird auf Dauer für unsere Augen sehr anstrengend. Ein bleibender Schaden entsteht dadurch aber nicht; denn sobald wir unsere Augen geschlossen halten und ihnen im Schlaf ihre Ruhe gönnen, beginnt die Neuproduktion des Fotopigments Rhodopsin und am nächsten Morgen sind die geröteten Augen und Kopfschmerzen verschwunden. Allerdings wird bereits seit einiger Zeit vermutet, dass es sehr wohl einen Zusammenhang zwischen Kurzsichtigkeit und Lichtverhältnissen gibt. Forscher fanden heraus, dass Kinder, die sich nur kurze Zeit bei Tageslicht draußen aufhalten, ein höheres Risiko haben, kurzsichtig zu werden. Man vermutet, dass hier Dopamin verantwortlich ist, eigentlich auch als Glückshormon bekannt. Dopamin wird bei Tageslicht in der Retina gebildet und ermöglicht das Umschalten von Tag- auf Nacht-Sehen. Darüber hinaus hemmt es das Wachstum des Augapfels. Und ein zu langer Augapfel ist wiederrum verantwortlich für Kurzsichtigkeit. Einen Zusammenhang sehen Forscher zusätzlich auch in der Nutzung von Smartphones und Tablets. Auch hier steigt das Risiko der Kurzsichtigkeit. Wir von Augenblick Rheinland haben bereits vor einiger Zeit in einem kleinen Artikel hier auf der Seite darüber berichtet.

 

Fazit

Wir müssen uns also keine Sorgen machen, wenn wir nur für kurze Zeit bei schlechten Lichtverhältnissen lesen. Unsere Augen haben durchaus die Fähigkeit, sich schnell und vollständig zu erholen, wenn wir ihnen die Ruhe gönnen, die nicht nur sie brauchen. Allerdings sollten wir uns im Klaren darüber sein, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Wer sich zu wenig draußen bei Tageslicht aufhält, riskiert Kurzsichtigkeit. Und das betrifft eben nicht nur unsere Kinder, die heimlich unter der Bettdecke lesen, sondern auch Erwachsene, die vielfach am Bildschirm arbeiten oder ständig auf das Smartphone starren.

 

Ein Artikel des Wissenschaftsmagazins Geo zum Thema „Lesen im Dunkeln“


 

Der Augeninnendruck

Definition          ⇒Risikofaktoren          ⇒Therapie

 

Der Augeninnendruck, auch Tensio genannt, hält die kugelige Form des Augapfels aufrecht und sorgt für Stabilität und eine konstante Wölbung der Hornhautoberfläche.

Außerdem ist er entscheidend für die gleichmäßige Ausrichtung der Photorezeptoren auf der Netzhaut und den gleichbleibenden Abstand zwischen Linse, Photorezeptoren und Hornhaut. Bestimmte Faktoren können allerdings dazu führen, dass dieser innere Druck im Auge zu hoch wird und damit eine Schädigung des Sehnervs verursachen. Ein erhöhter Augeninnendruck ist häufig ein Hinweis auf ein Glaukom.

 

Definition

Als Augeninnendruck (Tensio) bezeichnet man den physikalischen Druck auf die Augeninnenwand. Ein normaler Wert liegt ungefähr bei 15,5 mm Hg. Von einem erhöhten Augeninnendruck spricht man bei Werten ab 18 bis 21 mm Hg. Die körpereigene Regulierung erfolgt durch das Kammerwasser im Auge. Kammerwasser wird im Epithel des Ziliarmuskels gebildet und gelangt durch die Pupille in die Vorderkammer des Auges. Dort fließt es über verschiedene Kanäle wieder ab. Der Augeninnendruck ergibt sich also aus der Menge des Kammerwassers, das gebildet wird und wieder abfließen kann. Wird also mehr gebildet. als abfließen kann, steigt der Innendruck. Leichte Schwankungen des Wertes sind auch im Tagesverlauf ganz normal und müssen den Patienten nicht beunruhigen. Morgens ist der Augeninnendruck zum Beispiel häufig höher als abends.

 

Risikofaktoren

Ein zu hoher Blutdruck und Diabetes können einen erhöhten Druck begünstigen.

Familiäre Vorbelastung erhöht ebenso das Risiko wie Verletzungen und Entzündungen am Auge.

 

Therapie

Haben wir bei Augenblick Rheinland einen erhöhten Augeninndruck bei Ihnen festgestellt, reichen häufig Medikamente, wie zum Beispiel Augentropfen zur Behandlung aus. In einigen Fällen ist auch eine Laser-OP nötig. In jeden Fall ist es wichtig, die Diagnose so früh wie möglich zu stellen, da Schädigungen durch einen erhöhten Augeninnendruck meist nicht reversibel sind. Aus diesem Grund empfehlen wir eine regelmäßige Vorsorge ab dem 40. Lebensjahr, sollte eine familiäre Vorbelastung vorliegen, auch früher.


 

Dunkle Schatten unter den Augen

⇒Ursache          Vorbeugung          Fazit

 

Augenringe sehen unschön aus und lassen uns schnell abgespannt und müde wirken. Aber deuten sie tatsächlich immer auf Krankheiten hin und weshalb neigen einige Menschen eher zu dunklen Schatten unter den Augen als andere? Es gibt unterschiedliche Ursachen für Augenringe und einiges, was vorbeugend dagegen unternommen werden kann.

 

Ursachen

Augenringe entstehen aus den verschiedensten Gründen. Meist sind sie harmlos und einfach auf Schlafmangel und Stress zurückzuführen. Die Haut um unsere Augen herum ist sehr zart und dünn, daher scheinen Blutgefäße schneller durch. Sauerstoffarmes Blut ist außerdem noch dunkler als mit Sauerstoff angereichertes Blut. Im Schlaf ist auch die Arbeit des Lymphsystems reduziert, was wiederrum dazu führt, dass sich Blutgefäße weiten und sich Flüssigkeiten ansammeln. Steht man also morgens nach einer kurzen Nacht auf, kommen noch Schwellungen unter den Augen zu den geweiteten und durchscheinenden dunklen Blutgefäßen hinzu. Die typischen unschönen dunklen Augenringe sind sichtbar. Allerdings stellt man manchmal fest, dass andere Menschen grundsätzlich weniger damit zu kämpfen haben als man selbst. Die Neigung zu Augenringe ist eben auch genetisch bedingt. Bei einigen Hauttypen ist die Pigmentierung im Augenbereich deutlich stärker ausgeprägt, egal wieviel Schlaf sie bekommen.

Es gibt darüber hinaus auch einige ernste Erkrankungen, auf die Augenringe aufmerksam machen sollten. Dazu zählen zum Beispiel Herz-Kreislauf-Beschwerden oder auch Beeinträchtigungen der Niere oder Leber. In all diesen Fällen ist das Lymphsystem gestört und kann Körperflüssigkeiten nicht mehr ausreichend abtransportieren. Im Augenbereich zeigen sich Flüssigkeitsansammlungen zuerst, da hier die Haut sehr dünn ist. Wenn sich also untypischerweise dunkle Schatten unter den Augen zeigen, für die keine Erklärungen erkennbar sind, sollte man in jedem Fall einen Arzt zu Rate ziehen.

 

Vorbeugung

Um dunkle Augenringe erst gar nicht entstehen zu lassen, kann einiges getan werden. Meist reicht schon eine gesunde Lebensweise völlig aus. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Auf Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden, da beides die Hautalterung vorantreibt. Viel Bewegung an der frischen Luft, reduziert nicht nur den Stress, die Sauerstoffzufuhr lässt unsere Haut förmlich strahlen: sauerstoffreiches Blut ist heller und die bessere Durchblutung durch den angeregten Kreislauf lässt Blutgefäße abschwellen. Ausreichender Schlaf, mindestens sieben Stunden pro Nacht sollte zum Pflichtprogramm gehören, um uns mit zusätzlicher Energie auszustatten. Die Flüssigkeitsversorgung ist auch für unsere Haut besonders wichtig. Wenn wir mindestens zwei Liter pro Tag trinken, regen wir damit auch den Lymphfluss an und die Haut trocknet nicht aus. Gute Sonnenbrille tragen mit hohem UV Schutz dazu bei, die Hautalterung zu vermeiden. Am Abend sollte man sich in jedem Fall sanft abschminken und anschließend die empfindliche Augenpartie mit Nachtcreme verwöhnen. Wenn dazu noch hochwertige Pflegeprodukte verwendet werden, wird unsere Haut es uns danken.

Sollten all diese vorbeugenden Maßnahmen nicht greifen, oder wir doch mal über die Stränge geschlagen haben, gibt es zum Glück als Ersthilfe noch Concealer und Make-Up, um störende Augenringe kurzfristig zu überschminken.

 

Fazit

Dunkle Schatten unter den Augen sind meist nur ein kosmetisches Problem, dem leicht durch eine gesunde Lebensweise mit ausreichendem Schlaf vorgebeugt werden kann. Manchmal verbergen sich hinter Augenringen aber auch ernsthafte Erkrankungen, z.B. des Herz-Kreislauf-Systems. Treten Augenschatten häufiger auf und lassen sich nicht durch zu wenig Ruhe oder Stress erklären, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Sprechstunde & Praxiszeiten

Für allgemeine Untersuchungen im Rahmen unserer Praxis- und Individualleistungen haben wir zu folgenden Zeiten für Sie geöffnet:

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Do.: 8.00 - 12.00 | 14.00 - 17.00 Uhr
Fr.: 8.00 - 12.00 Uhr

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