Wissenswertes rund ums Thema "Auge"

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.


 

Blepharitis (Lidrandentzündung)

⇒Formen          Symptome          Behandlung          Fazit

 

Blepharitis ist der medizinische Oberbegriff für Entzündungen der Augenlider. Häufig tritt diese Erkrankung in Kombination mit einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) auf. In diesem Fall spricht man dann von einer Blepharokonjunktivitis. Meist kann eine Entzündung noch genauer eingegrenzt und beschrieben werden. Beim Gerstenkorn (Hordeolum) z.B. handelt es sich um eine akute, bakterielle Entzündung der Talg- und Schweißdrüsen am Augenlid und bei der Meibomitis um eine Infektion der lipidproduzierenden Meibom-Drüsen am Lidrand.

 

Formen

So vielfältig die Bezeichnungen einer Lidrandentzündung sind, so unterschiedlich auch ihre Formen.

Von einer infektiösen Blepharitis spricht man, wenn sie durch Bakterien (Staphylokokken) oder Viren (Herpes-simplex-Viren) verursacht wird. Das feuchte und warme Klima des Lidrands stellt einen guten Nährboden für Keime dar.

Eine allergische Lidrandentzündung kann zum Beispiel durch Kosmetika oder Konservierungsstoffe in Augensalben oder Tropfen begünstigt werden.

Produzieren die Liddrüsen übermäßig viel Sekret, kann eine schuppende Blepharitis entstehen.

 

Symptome

Die Symptome einer Lidrandentzündung hingegen sind immer gleich. Vor allem am Morgen erwacht der Betroffene mit verklebten und verkrusteten Augen. Das Lid juckt, brennt und schwillt an. Im entzündeten Bereich können sogar die Wimpern ausfallen. Hinzu kommt ein Fremdkörpergefühl, das die Augen zusätzlich reizt.

 

Behandlung

Auch wenn vor allem im Internet immer wieder Hausmittelchen die Runde machen, empfehlen wir von Augenblick Rheinland, die Ursache auf jeden Fall von einem Facharzt abklären zu lassen.

Auf Kosmetika und Kontaktlinsen sollte bei einer Blepharitis unbedingt verzichtet werden, um das gereizte Auge zu schonen. Handelt es sich um einen bakteriellen Infekt, wird dem Patienten eine antibiotische Augensalbe oder Tropfen verordnet. Kurzzeitig kann auch eine Kortisongabe nötig sein, um die Entzündung einzudämmen. Zusätzlich ist in jedem Fall auf eine konsequente Lidhygiene zu achten. Auch hier empfehlen wir von Augenblick Rheinland zumindest zu Beginn eine fachmännische Lidpflege, wie sie unsere besonders geschulten Mitarbeiter in unserem Lidpflege-Programm anwenden. Natürlich wird der Patient in diesen Behandlungen angeleitet, wie der Heilungsprozess zu Hause unterstützt und beschleunigt werden kann.

 

Fazit

Eine Blepharitis ist eine Entzündung der Lidränder, die verschiedene Ursachen haben kann und leicht mit entsprechenden Medikamenten und regelmäßiger Lidpflege zu behandeln ist. Darüber hinaus sollte auf alles, was die Augen zusätzlich reizt wie zum Beispiel Kosmetika und Kontaktlinsen, verzichtet werden.

 

Der Berufsverband der Augenärzte hält eine Patientenbroschüre zum Download bereit.

 


 

Alzheimer Früherkennung am Auge

⇒Untersuchungsmethode            Fazit

 

Morbus Alzheimer gilt als die häufigste Form der Demenz. Allein in Deutschland sind ungefähr 1,2 Millionen Menschen betroffen. Bisher ist diese neurodegenerative Erkrankung nicht heilbar.

Es gibt aber Medikamente, die das Fortschreiten von Alzheimer verzögern können. Allerdings zeigen sie höchstens bei der Hälfte der betroffenen Patienten die erhoffte Wirkung. Vielleicht würde sich der Prozentsatz erhöhen, wenn die Krankheit früher diagnostiziert werden könnte. Es bedarf also einer einfach durchzuführenden Vorsorge-Untersuchung, einer Art „Alzheimer-Screening“.

 

Untersuchungsmethode

Mediziner der Washington University School of Medicine haben uns in dieser Richtung einen ganz großen Schritt weitergebracht. Das Team um Bliss E. O’Bryhim untersuchte 30 Patienten, die älter als 70 Jahre waren. Zunächst suchten die Forscher mit Hilfe eines bildgebenden Verfahrens, der Positronen-Emissions-Tomografie (PET), nach sogenannten Plaques im Gehirn. Hierbei handelt es sich um Eiweißablagerungen (Beta-Amyloide), die Nervenzellen im Gehirn und damit das Gedächtnis zerstören. Etwa die Hälfte der untersuchten Patienten wies solche Plaques auf. Und genau bei diesen Patienten stellten die Forscher anschließend auch eine Verdünnung und eine Durchblutungsstörung im Zentrum der Netzhaut fest. Patienten, bei denen keine Plaques mittels PET festgestellt wurden, hatten auch keine Durchblutungsstörungen in der Retina. Ganz neu ist diese Erkenntnis nicht, hat man doch in früheren Studien nachweisen können, dass nach dem Tod von Alzheimer-Patienten auch eine solche Verdünnung der Retina festzustellen war.

Aber um diesen Test als neuartiges Screening durchführen zu können, musste lediglich ein bekanntes Messverfahren, das die Dicke der Retina misst, erweitert werden. Mittels Angiografie untersuchte man zusätzlich auch die Verteilung der Blutgefäße und stellte dabei fest, dass bei Patienten mit Plaques auch die Durchblutung in der Mitte der Netzhaut gestört ist.

 

Fazit

Unsere Augen gelten als sichtbarer Teil des Gehirns; denn die Retina ist eng mit dem zentralen Nervensystem verknüpft. Insofern nicht verwunderlich, dass sich Veränderungen im Gehirn auch im Augenhintergrund widerspiegeln.
Dieses Verfahren könnte zur Früherkennung bei Patienten ab Mitte 40 genutzt werden, um ein Fortschreiten von Morbus Alzheimer einzudämmen.
Auch bei einer zeitigen Diagnose ist die Erkrankung zwar nicht heilbar, eventuell könnte der Prozess des Vergessens aber durch entsprechende Medikamentengabe ab einem sehr frühen Zeitpunkt verlangsamt werden.

Die Forschung befindet sich also auf einem sehr guten Weg, der häufigsten Form der Demenz entgegenzutreten.

 

Quellen:

https://medicine.wustl.edu/news/alzheimers-one-day-may-be-predicted-during-eye-exam/

 


 

Woher kommt der "Schlafsand" im Auge?

Morgens, nach dem Aufstehen, stellen wir fest, dass der Sandmann wohl nicht nur zu den Kindern kommt. In den Augenwinkeln finden wir kleine Körnchen, die eben aufgrund ihrer Farbe und Beschaffenheit an Sand erinnern. Woraus aber bestehen diese mal feinen, mal groben Partikel eigentlich und wo kommen sie her?

 

Wie entsteht "Schlafsand"?

Unsere Augen werden stets von Tränenflüssigkeit und der Muzin-Schicht aus den Becherzellen benetzt. Zusätzlich bilden die Meibom-Drüsen der Tarsalplatte ein öliges Sekret, dass den Tränenfilm nach außen abschließt. Das Lipid verhindert die Verdunstung des Tränenfilms und sorgt dementsprechend für Stabilität. Dieses Zusammenspiel versorgt unsere Augen nicht nur optimal mit Nährstoffen, sondern schützt zusätzlich vor Keimen und Fremdkörpern.

Nachts, wenn die Augenlider geschlossen sind, wird die Produktion der Tränenflüssigkeit zwar gedrosselt, aber Reste davon und vom stetig nachgebildeten Lipid trocknen an den Augen- und Lidrändern aus. Die Partikel, die sich über Nacht so bilden, bestehen aber nicht nur aus diesen Rückständen. Über Nacht findet hinter den geschlossenen Lidern eine wahre Abwehrschlacht statt. Unser Immunsystem arbeitet nämlich auf Hochtouren, da sich Bakterien im feuchten und warmen Klima der Augenoberfläche besonders wohl fühlen und nicht, wie tagsüber, stetig ausgeschwemmt werden können. Unsere Körperpolizei, die weißen Blutkörperchen, fressen die schädlichen Mikroorganismen einfach auf und sterben dabei ab. Auch ihre Reste finden wir dann als Schlafsand in den Augenwinkeln wieder.

 

Fazit

Diese Ablagerungen sind also völlig normal und harmlos, auch wenn die Rückstände uns schnell an Eiter denken lassen. Erst wenn unsere Augen zusätzlich jucken, brennen und das Fremdkörpergefühl nicht nachlässt, sollte man auf jeden Fall einen Augenarzt aufsuchen, um eine Bindehautentzündung entweder auszuschließen oder behandeln zu lassen.


 

Schadet LED-Licht unseren Augen?

LED-Licht begegnet uns im alltäglichen Leben inzwischen überall und ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Kein Wunder, gelten sie doch als besonders umweltfreundlich und lösten die klassische Glühbirne ab. Doch inzwischen mehren sich die Zweifel, ob LEDs wirklich so unbedenklich sind.

 

Was ist LED-Licht?

LED ist eine Abkürzung für lichtemittierende Diode und weist im Spektrum der Wellenlängen einen deutlichen Peak im blauen Bereich (400 bis 480 Nanometer) auf. Natürliches LIcht hingegen ist über das gesamte Spektrum verteilt.

 

Ein ernstes Problem für unsere Sehkraft?

Bisher war bekannt, dass der stete Blick auf Handy- oder Laptop-Displays am Abend zu Schlafstörungen führen kann. Das hierbei auftretende blaue Licht der Display LEDs lässt den Melatonin Spiegel im Körper sinken. Dieser ist dafür verantwortlich, dass wir uns müde fühlen und rechtzeitig zu Bett gehen. Durch die Handynutzung unmittelbar vor dem Schlafengehen werden wir wieder munter und fühlen uns wach, obwohl der Körper dringend seine Ruhephasen benötigt. Die Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus ist gesundheitlich problematisch und kann zu Spätfolgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Aber speziell für unsere Augen bedeutet das blaue Licht der Displays ein viel unmittelbareres Problem: Licht dieser Wellenlänge ist besonders energiereich und trifft nahezu ungefiltert auf unsere Netzhaut. Dort entstehen durch fotochemische Prozesse freie Radikale, die Proteine und Lipide in den Sehzellen schädigen und letztlich deren Absterben verursachen.

 

Was genau passiert hierbei in unserer Netzhaut?

In der Retina gibt es verschiedene Fotorezeptoren: Die Zapfen sind für das Farbensehen und die Stäbchen für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich. In den Stäbchen finden wir Retinal als Bestandteil des Rhodopsins. Ohne dieses Sehpigment wäre die Wahrnehmung optischer Reize nicht möglich. Forscher von der US-amerikanischen University of Toledo haben herausgefunden, dass durch Bestrahlung von Retinal mit blauem Licht bei den natürlichen fotochemischen Prozessen auch toxische Stoffe freigesetzt werden, die dann zum Zelltod führen.

Normalerweise schützt das Alpha Tocopherol, ein Vitamin E-Derivat und natürliches Antioxidans, das im Auge vorkommt, vor diesem Zerfall. Zusätzlich wirken auch Karotinoide in der Makula wie ein Blaulichtfilter in der Netzhaut. Bei älteren Menschen oder Patienten mit schwachem Immunsystem verliert sich aber dieser Schutz. Stellt sich natürlich auch die Frage, ob intensive Blaulicht-Nutzung eventuell für die Entstehung der Altersbedingten Makulageneration (AMD) verantwortlich ist oder diese zumindest begünstigt. Weitere Forschungsergebnisse werden uns hier sicherlich mit der Zeit Aufschluss darüber geben können.

 

Welche Maßnahmen können wir ergreifen?

Man sollte auf jeden Fall warmweiße LEDs, die einen höheren Gelbanteil aufweisen, nutzen. Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit auch sogenannte Retro LEDs im Gewand der klassischen Glühbirne. Diese Leuchtmittel weisen eine orange Beschichtung auf und sorgen somit für ein gemütlicheres und angenehmeres Licht für unsere Augen.

Besonders vermeiden sollten man aber bei Dunkelheit fernzusehen oder aufs Handydisplay zu starren, da unsere Pupillen dann weit gestellt sind und mehr blaues Licht beim Fixieren des Bildschirms auf die Retina trifft. Also gilt: Fernsehen nicht im abgedunkelten Raum, sondern lieber noch eine zusätzliche Lichtquelle nutzen.

Bei den meisten Geräten kann man den Blaulichtanteil herunterregeln, indem man zum Beispiel den Nachtmodus im Gerät aktiviert oder zumindest die Lichtintensität drosselt. Spezielle Apps können hier weiterhelfen.

Wer berufsbedingt viel am Bildschirm arbeitet, sollte häufig blinzeln und zwischendurch bewusst in die Ferne schauen. Das entlastet und hilft zusätzlich auch gegen trockene Augen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zu einer speziellen Brille mit Gelbtönung greifen, die den Blaulichtanteil herausfiltert.

Im Allgemeinen gilt, ab dem 40. Lebensjahr sollte man zur AMD Vorsorge regelmäßig einen Augenarzt aufsuchen.

Für Patienten mit Grauem Star, deren eigene Linse bei einer Katarakt-Operation durch eine künstliche intraokulare Linse ersetzt wird, stehen besondere Premium-Linsen mit Blaulichtfilter zur Verfügung. Das Team von Augenblick Rheinland berät Sie gerne und hilft Ihnen bei der Entscheidung, welche Linse für Sie als Patient in Frage kommt, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen und ein Leben ohne Brille zu genießen.

Und wie schützen wir unsere Kinder, die mit der Handynutzung groß werden? Eigentlich ganz einfach: Begrenzen wir die Naharbeit am Bildschirm (Handy-Nutzung, Fernsehen, Spielekonsole etc.) auf maximal 30 Wochenstunden und animieren sie, mehr Zeit im Freien zu verbringen. Nicht nur, aber auch zum Wohle ihrer Augen!

 

Wer einiges nochmal detaillierter nachlesen möchten, dem empfehlen wir folgende Artikel:

https://www.spektrum.de/news/warum-blaues-licht-den-augen-schadet/1584090

https://www.allgemeine-zeitung.de/panorama/leben-und-wissen/augen-in-not_18970898

 

Ein interessantes Video zu diesem Thema bietet das Erste:

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/led-lampen-licht-augen-100.html

 


 

Charles-Bonnet-Syndrom

⇒Ursache          ⇒Therapie          ⇒Fazit

 

Bei dieser eher seltenen Erkrankung nehmen Patienten mit starker Sehschwäche Trugbilder wahr. Sie sehen zum Beispiel Menschen, Tiere oder Lichtpunkte, die gar nicht vorhanden sind. Es handelt sich also um optische Halluzinationen.  Man schätzt, dass ungefähr 11-15% aller Menschen mit verminderter Sehschärfe darunter leiden. Allerdings ist die Dunkelziffer recht hoch, da viele Betroffene aus Angst und Scham darüber schweigen, weil sie fürchten, als verrückt abgestempelt zu werden. Dabei gibt es einen ganz klaren Unterschied zu psychischen Erkrankungen, wie Schizophrenie. Im Falle des Bonnet-Syndroms nehmen Betroffene die Trugbilder als nicht real wahr und distanzieren sich davon. Es handelt sich also nicht um ein wahnhaftes Erleben von Halluzinationen.

 

Ursache

Wie bereits erwähnt, liegt dem Charles-Bonnet-Syndrom eine starke Sehschwäche zugrunde. Die betroffenen Patienten leiden zum Beispiel an Makuladegeneration, Katarakt oder Diabetischer Retinopathie. Zwei Punkte spielen hierbei eine Rolle: Zum einen können Trugbilder entstehen, weil der Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung der optischen Signale zuständig ist, zu wenige visuelle Reize erhält. Er beginnt aus Erinnerungen und Vorstellung spontan neue Bilder zu produzieren. Zum anderen werden in diesem Hirnareal Verknüpfungen umfunktioniert.

Prinzipiell ist die Erkrankung harmlos, kann aber für Patienten eventuell eine enorme Belastung darstellen.

 

Therapie

Da das Bonnet-Syndrom immer auf einer starken Sehschwäche begründet ist, muss in erster Linie versucht werden, die Sehkraft zu verbessern. Beim Grauen Star reicht zum Beispiel bereits der Austausch der körpereigenen, getrübten Linse durch eine Kunstlinse in einer Katarakt-OP aus, um die Sehstärke wiederherzustellen.

Falls es jedoch nicht möglich ist, die Ursache zu beheben und der Betroffenen zu sehr unter den optischen Halluzinationen leidet, wird der behandelnde Arzt eine Medikamentengabe in Betracht ziehen. Es können zum Beispiel Tabletten helfen, die bei Epilepsie oder Demenz verordnet werden.

Wichtiger ist aber, Patienten mit entsprechenden Grunderkrankungen, vorab darüber zu informieren, dass es bei einer starken Sehschwäche zur Wahrnehmung von Trugbilder kommen kann. Dann ist es dem Betroffenen möglich, mit diesen Halluzinationen umzugehen. Eine Option ist zum Beispiel, darauf zuzugehen oder danach zu greifen. Dann lösen sich die Trugbilder einfach auf.

 

Fazit

Das Bonnet Syndrom ist eine harmlose Begleiterscheinung starker Sehschwäche, wie sie zum Beispiel bei AMD oder Katarakt vorkommt. Dieses Phänomen verschwindet von alleine wieder, wenn der Grund für die Sehverminderung behoben wird. Ist es nicht möglich die Ursache zu behandeln und leidet der Betroffene sehr unter den Trugbildern, können Medikamente wie zum Beispiel Antiepileptika oder Antidepressiva helfen.


 

Der Augeninnendruck

Definition          ⇒Risikofaktoren          ⇒Therapie

 

Der Augeninnendruck, auch Tensio genannt, hält die kugelige Form des Augapfels aufrecht und sorgt für Stabilität und eine konstante Wölbung der Hornhautoberfläche.

Außerdem ist er entscheidend für die gleichmäßige Ausrichtung der Photorezeptoren auf der Netzhaut und den gleichbleibenden Abstand zwischen Linse, Photorezeptoren und Hornhaut. Bestimmte Faktoren können allerdings dazu führen, dass dieser innere Druck im Auge zu hoch wird und damit eine Schädigung des Sehnervs verursachen. Ein erhöhter Augeninnendruck ist häufig ein Hinweis auf ein Glaukom.

 

Definition

Als Augeninnendruck (Tensio) bezeichnet man den physikalischen Druck auf die Augeninnenwand. Ein normaler Wert liegt ungefähr bei 15,5 mm Hg. Von einem erhöhten Augeninnendruck spricht man bei Werten ab 18 bis 21 mm Hg. Die körpereigene Regulierung erfolgt durch das Kammerwasser im Auge. Kammerwasser wird im Epithel des Ziliarmuskels gebildet und gelangt durch die Pupille in die Vorderkammer des Auges. Dort fließt es über verschiedene Kanäle wieder ab. Der Augeninnendruck ergibt sich also aus der Menge des Kammerwassers, das gebildet wird und wieder abfließen kann. Wird also mehr gebildet. als abfließen kann, steigt der Innendruck. Leichte Schwankungen des Wertes sind auch im Tagesverlauf ganz normal und müssen den Patienten nicht beunruhigen. Morgens ist der Augeninnendruck zum Beispiel häufig höher als abends.

 

Risikofaktoren

Ein zu hoher Blutdruck und Diabetes können einen erhöhten Druck begünstigen.

Familiäre Vorbelastung erhöht ebenso das Risiko wie Verletzungen und Entzündungen am Auge.

 

Therapie

Haben wir bei Augenblick Rheinland einen erhöhten Augeninndruck bei Ihnen festgestellt, reichen häufig Medikamente, wie zum Beispiel Augentropfen zur Behandlung aus. In einigen Fällen ist auch eine Laser-OP nötig. In jeden Fall ist es wichtig, die Diagnose so früh wie möglich zu stellen, da Schädigungen durch einen erhöhten Augeninnendruck meist nicht reversibel sind. Aus diesem Grund empfehlen wir eine regelmäßige Vorsorge ab dem 40. Lebensjahr, sollte eine familiäre Vorbelastung vorliegen, auch früher.

Sprechstunde & Praxiszeiten

Für allgemeine Untersuchungen im Rahmen unserer Praxis- und Individualleistungen haben wir zu folgenden Zeiten für Sie geöffnet:

Mo.: 8.00 - 12.00 | 14.00 - 17.00 Uhr
Di.: 8.00 - 12.00 | 14.00 - 17.00 Uhr
Mi.: 8.00 - 12.00 Uhr
Do.: 8.00 - 12.00 | 14.00 - 17.00 Uhr
Fr.: 8.00 - 12.00 Uhr

Termine nach Vereinbarung.

 

Kontakt

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Dr. Johannes Esser, Facharzt für Augenheilkunde
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