Augen von A bis Z

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A

  • Adaptation

Der Begriff „Adaptation“ bedeutet Anpassung. Im Falle unserer Augen ist mit der Hell-Dunkel-Adaptation die Fähigkeit zur Anpassung an unterschiedliche Lichtintensitäten über Pupillenreflex und Veränderung der Aktivität der Photorezeptoren in der Netzhaut gemeint. In der Dämmerung geht unsere Wahrnehmung vom Zapfensehen (Farbsehen) aufs Stäbchensehen (Hell-Dunkel-Sehen) über.

 

  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die Makula (gelber Fleck) erzeugt die Bilder, die über den Sehnerv an unser Gehirn weitergeleitet werden. Wenn aufgrund einer Durchblutungsstörung diese Region geschädigt wird, kann es zu einer Herabsetzung der zentralen Sehschärfe kommen. Die Ursachen der Schädigung können u. a. das Alter, Diabetes, Bluthochdruck oder Prellung des Augapfels sein. Den Patienten kann (je nach Zustand der Netzhautmitte) geholfen werden. Wichtig ist ab dem 40. Lebensjahr eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt.

 

  • Altersweitsichtigkeit (Alterssichtigkeit) vgl. Presbyopie

 

  • Akkomodation

Um Objekte in unterschiedlichen Entfernungen scharf sehen zu können, müssen sich unsere Augen durch Erhöhung der Brechkraft anpassen. Dazu verändert die Augenlinse mit Hilfe des Ziliarmuskels und der Zonulafasern ihre Form. Mit zunehmendem Alter geht diese Fähigkeit verloren (vgl. Presbyopie).

 

  • AMD vgl. Altersbedingte Makuladegeneration

 

  • Argon-Laser

Sie finden meist Anwendung bei der Behandlung von beginnenden Netzhautablösungen und der diabetischen Retinopathie.

 

  • Astigmatismus = Stabsichtigkeit

Fehlsichtigkeit aufgrund einer Hornhautverkrümmung. Da die Cornea hier nicht gleichmäßig konvex gewölbt ist, werden die Lichtstrahlen auf der Retina nicht in einem Brennpunkt gebündelt, sondern unterschiedlich zur horizontalen und vertikalen Achse gebrochen. Dies führt zu einer stabförmigen Abbildung in einer Brennlinie (Stabsichtigkeit).

 

  • Augeninfarkt

Akute Durchblutungsstörung der Netzhaut, die meist durch einen Verschluss der Venen oder Arterien, sogenannten Thrombosen, verursacht wird. Es kommt sofort zu einer Sauerstoffunterversorgung der Netzhaut und damit zu einer starken Beeinträchtigung des Sehvermögens. Ausgelöst werden können Thrombosen zum Beispiel durch Bluthochdruck und Arteriosklerose.

 

  • Augeninnendruck vgl. Tensio

 

  • Augenringe

Dunkle Schatten unter den Augen, die meist auf Schlafmangel und Stress zurückzuführen sind. In der Regel nur ein kosmetisches Problem, können aber auch auf andere Erkrankungen zum Beipiel des Herz-Kreislauf-Systems, der Niere oder der Leber hinweisen.

 

  • Augenspiegelung

Beleuchtung des Augenhintergrundes und der Betrachtung des reflektierten Bildes mit einer Lupe.

 

 

B

  • Bifokale Linsen

Kunstlinsen, die den Fern- und Nahbereich optimal abdecken und bei Katarakt-OPs zum Einsatz kommen.

 

  • Bindehautentzündung vgl. Konjunktivitis

 

  • Blepharitis = Lidrandentzündung

Medizinischer Oberbegriff für Entzündungen der Augenlider. Häufig in Kombination mit einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) auf. In diesem Fall spricht man dann von einer Blepharokonjunktivitis. Man unterscheidet zwischen einer infektiösen B., ausgelöst durch Viren oder Bakterien und einer nicht infektiösen B. z.B. bei einer allergischen Reaktion. Zu den Symptomen gehören Juckreiz, Fremdkörpergefühl, geschwollene und verklebte Augenlider. Je nach Ursache wird mit antibiotischen Augentropfen oder -salben, unbedingt kombiniert mit intensiver Lidpflege, behandelt.

 

 

C

  • Charles-Bonnet-Syndrom

Patienten mit starker Sehschwäche, verursacht z.B. durch AMD oder Katarakt, nehmen Trugbilder wahr. Optische Halluzinationen kommen zustande, weil der Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung der optischen Signale zuständig ist, aus Erinnerungen und Vorstellung spontan neue Bilder produziert und Verknüpfungen umfunktioniert werden. Kann die Ursache der Sehstörung behoben werden, verschwindet das Phänomen wieder. Andernfalls können Antiepileptika oder Antidepressiva helfen.

 

  • Cornea

Kleine, gebogene Scheibe von wasserarmen Bindegewebe, die vorne in der Mitte des Augapfels vor der Iris aufliegt. Die Cornea leistet durch ihre spezielle Wölbung einen großen Anteil an der optimalen Lichtbrechung. Ihr fehlen sowohl Blut- und Lymphgefäße als auch weitestgehend Abwehrzellen. Sie weist aber eine hohe Dichte an feinen Nervenfasern auf.

 

 

D

  • Diabetische Retinopathie

Die Netzhaut wird über Kapillargefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Beschädigung dieser Gefäße führt zur Unterversorgung der Netzhaut und damit letztlich zur Sehstörung bis hin zur völligen Erblindung. Treten über einen längeren Zeitraum hinweg zu hohe Blutzuckerwerte auf, sammeln sich Eiweißstoffe und Fette in den Gefäßwänden an. Diese Verdickungen machen die Gefäße brüchig. Außerdem kommt es zu kleinen Aneurysmen, die platzen können und damit zu Einblutungen führen. Zunächst handelt es sich meist um eine nicht proliferative Retinopathie, bei der die Blutgefäße nicht weiterwachsen. Die Sehstörungen, die dadurch auftreten, können leicht behoben werden. Wird diese allerdings nicht behandelt, regt die dauernde Sauerstoffunterversorgung durch geplatzte oder verstopfte Blutgefäße das Wachstum neuer, noch kleinerer Gefäße an. Die Netzhaut wird regelrecht überwuchert und damit in ihrer Funktion eingeschränkt. Außerdem können diese Gefäße noch leichter reißen und platzen. Dadurch kommt es zu einer größeren Einblutung in den Glaskörper, die zur Erblindung führen kann. Diabetiker sollten also auf jeden Fall einmal jährlich den Augenhintergrund durch einen Augenarzt untersuchen lassen, damit Veränderungen frühzeitig festgestellt und behandelt werden können.

 

  • Dioptrie

Dioptrie ist eine Maßeinheit aus der Optik und wird mit „dpt.“ abgekürzt. Bei der augenärztlichen Untersuchung wird festgestellt, wieviel Dioptrien unsere Brillengläser und Kontaktlinsen aufweisen müssen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Negative Dioptrie-Werte stehen für Kurzsichtigkeit und positive Dioptrie-Werte kennzeichnen eine Weitsichtigkeit.  Je größer der Wert ist, desto stärker müssen die Gläser sein, um eine Korrektur zu erreichen. Bei +/– 1 dpt. Spricht man von einer leichten und bei +/– 5 dpt von einer starken Fehlsichtigkeit.

 

 

E

  • Excimer-Laser

Diese Technik benutzt man, um die Brechkraft des Auges zu verändern und damit Kurz- oder Weitsichtigkeit zu behandeln. Das Hornhautgewebe wir mit dem Excimer-Laser zur korrekten Dicke abgetragen. Siehe auch Femto-LASIK.

 

 

F

  • Farbenblindheit

Meist handelt es sich um eine Erbkrankheit, die zu einer Störung der →Zapfen in der Netzhaut führt. Die häufigste Form der Farbschwäche, unter der ca. 5-9% der männlichen Bevölkerung in Deutschland leiden, ist eine Störung der Rot-Grün-Wahrnehmung. Hier ist nur einer der drei Zapfentypen betroffen. Anders als bei Achromasie oder auch Achromatopsie genannt. In diesem Fall sind alle Zapfentypen defekt oder gar nicht vorhanden. Betroffene nehmen ihr Umfeld nur in Grautönen wahr.

 

  • Faszikulation

Unwillkürliche Bewegung sehr kleiner Muskelgruppen, zum Beispiel am Augenlid. Auslöser können Stress, Schlaf- oder Magnesiummangel sein.

 

  • Femto-LASIK

Bei dieser Methode zur Korrektur von Fehlsichtigkeit wird mittels des Femto-Sekundenlasers zunächst eine sehr dünne Schicht der Hornhaut (Flap) abgehobelt und aufgeklappt. Das sich darunter befindende Hornhautgewebe wir mit dem Excimer-Laser zur korrekten Dicke abgetragen und der Flap wieder zurückgeklappt. Durch dieses Verfahren wird die zentrale Hornhaut nicht verändert und kann somit nicht ungewollt beschädigt werden.

 

  • Fovea centralis vgl. Makula

 

 

G

  • Gelber Fleck vgl. Makula

 

  • Gerstenkorn vgl. Hordeolum

 

  • Glaukom

Ein Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine Schädigung des Sehnervs und kann unbehandelt zur Erblindung führen. Hervorgerufen wird diese Augenerkrankung durch erhöhten Augeninnendruck.
Bei einem gesunden Auge kann das Kammerwasser im Kammerwinkel, dem Winkel zwischen Iris und Hornhaut, kontinuierlich abfließen. Ist dieser Abfluss aber gestört, kommt es zu einem Ungleichgewicht und das nicht abfließende Kammerwasser lässt den Augeninnendruck steigen. Sowohl in den beiden Augenkammern als auch im Glaskörper. Hierbei kommt es dann auch zu einem erhöhten Druck auf den Kopf des Sehnervs im Glaskörper. Der Sehnervkopf ist sehr empfindlich. Bei erhöhtem Druck werden die Fasern des Sehnervs zusammengequetscht und erste Ausfälle am Gesichtsfeldrand machen sich bemerkbar. Jeder kann am Glaukom erkranken. Daher ist die Früherkennung ab 40 Jahren beim Glaukom sehr wichtig. Der Grüne Star ist in der Regel gut mit Medikamenten zu behandeln.

 

  • Grauer Star vgl. Katarakt

 

  • Grüner Star vgl. Glaukom

 

 

H

  • Hordeolum = Gerstenkorn

Akute Entzündung der Talg- und Schweißdrüsen am Augenlid, verursacht durch Bakterien (Staphylokokken, manchmal auch Streptokokken), die natürlicherweise auf unserer Haut vorkommen. Ein äußeres Gerstenkorn ist leicht als kleiner, eitriger Knoten zu erkennen, verbunden mit einem schmerzhaften Spannungsgefühl. Bei einer inneren Entzündung des Augenlides ist ein Gerstenkorn zunächst nicht zu entdecken. Vielmehr schwillt hier häufig das ganze Lid an und ist sehr druckempfindlich. Auch wenn Gerstenkörner in der Regel nach einer Zeit aufplatzen und von selbst wieder abheilen, sollte immer ein Augenarzt aufgesucht werden, um andere Augenerkrankungen auszuschließen. In keinem Fall darf man ein Hordeolum selbst öffnen oder ausdrücken! Antibiotische Salben und Tropfen vermeiden, dass die Entzündung auf die Bindehaut übergeht und unterstützen den Heilungsprozess. Antiseptische Augensalben können hier ebenfalls hilfreich sein.

 

  • Hornhaut vgl. Cornea

 

  • Hornhautverkrümmung vgl. Astigmatismus

 

  • HRT = 3D-Laser-Vermessung

Hierbei wird die Makula punkt- oder zeilenweise mittels Laser abgetastet und mit modernster Beleuchtungstechnik entsteht ein dreidimensionales Reliefbild der Netzhaut.

 

  • Hypermetropie vgl. Hyperopie

 

  • Hyperopie = Weitsichtigkeit

Bei Hyperopie kann der Patient Gegenstände, die weit entfernt sind, sehr gut erkennen, wohingegen das Kleingedruckte zu lesen, kaum möglich ist.
Meist ist die Hyperopie in einem zu kurzen Augapfel begründet (Achsenhyperopie) oder es handelt sich um eine Brechungshyperopie. Hier ist die Brechkraft vom Zusammenspiel aus Hornhaut, Linse und Glaskörper zu gering. Bei beiden Ursachen ist die Wirkung dieselbe: Ein scharfes Bild beim entspannten Auge entsteht erst hinter der Netzhautebene. Jüngere Menschen können dies durch Akkomodation ausgleichen, da ihre Linse noch ausreichen flexibel ist. Durch den die Linse umgebenen Ziliarmuskel wird der Wölbungsgrad und damit die Brechkraft der Augenlinse verändert. Mit dem Alter geht diese Fähigkeit allerdings verloren (Altersweitsichtigkeit).

 

 

K

  • Katarakt

Auch die Augenlinse unterliegt einem natürlichen Alterungsprozess. Durch Veränderung der Struktureiweiße trübt sie sich ein und verschleiert einen normalerweise glasklaren Blick.
Beginnt die Erkrankung die Lebensqualität einzuschränken und den Alltag zu beeinträchtigen, sollte der Graue Star behandelt werden. Eine medikamentöse Behandlung ist nicht möglich. Nur ein operativer Eingriff kann das Sehvermögen wiederherstellen (Katarakt-OP).

 

  • Katarakt-OP

Operative Behandlung des Grauen Stars (Katarakt). Die eigene Linse wird mittels einer Ultraschallsonde zerkleinert und abgesaugt. An ihrer Stelle setzt der Operateur eine Kunstlinse ein, die je nach Beschaffenheit im Anschluss ein Leben ohne Brille ermöglicht.

 

  • Konjunktivitis = Bindehautentzündung

Man unterscheidet zwischen einer nicht-infektiösen und einer infektiösen Bindehautentzündung. Bei der nicht-infektiösen Erkrankung kann die Rötung zum Beispiel durch einen Fremdkörper im Auge, durch Zugluft oder eine Verletzung der Hornhaut ausgelöst werden. Manchmal ist eine Konjunktivitis auch Begleiterscheinung einer Allergie oder einer anderen Erkrankung, wie dem Sicca-Syndrom, den trockenen Augen.
Eine infektiöse Bindehautentzündung wird durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. In beiden Fällen sind die Symptome nahezu identisch. Zuerst einmal fällt meist das stark gerötete Auge auf. Hinzu kommen oft Jucken und Brennen. Außerdem leiden die Betroffenen unter einem Fremdkörpergefühl, ganz so, als hätte man feine Sandkörnchen im Auge. Außerdem wird helles Licht als sehr unangenehm empfunden und man fühlt sich leicht geblendet. Die Augen geben vermehrt – teils auch eitriges - Sekret ab, das zu verklebten Augenlidern am Morgen führt.

 

 

L

  • LASIK

Operative Möglichkeit zur Korrektur von Fehlsichtigkeit. Hierbei wird ein Hornhautdeckel (Flap) durch Laser abgehobelt und zurückgeklappt. Die darunterliegende Hornhautschicht wird entsprechend mit Laser angepasst und der Flap wieder zurückgelegt.

 

  • Lidzucken vgl. Faszikulation

 

 

M

  • Makula = Gelber Fleck

Bereich des schärfsten Sehens im hinteren, zentralen Bereich der Netzhaut. Im Zentrum der Makula befindet sich die Sehgrube (Fovea centralis mit der höchsten Dichte an Zapfenrezeptoren.

 

  • Multifokallinsen

Mehr-Stärke-Kunstlinsen, die scharfes Sehen in mehreren Distanzen ermöglichen. Man unterscheidet zwischen bifokalen, trifokalen und trifokalen-torischen Linsen.

 

  • Myopie = Kurzsichtigkeit

Im Gegensatz zur Weitsichtigkeit fällt es hier dem Patienten hierbei leicht, Gegenstände in der Nähe zu erkennen. Allerdings werden zum Beispiel Personen oder auch Straßenschilder nur verschwommen wahrgenommen.
Oft ist bei Kurzsichtigkeit der Augapfel zu lang (Achsenmyopie) und die gebündelten Lichtstrahlen treffen sich vor der Netzhaut, weshalb kein scharfes Bild vom Gehirn verarbeitet werden kann. Möglich ist auch, dass die Brechkraft von Linse, Kammerwasser und Hornhaut im Verhältnis zu stark ausgeprägt ist (Brechungsmyopie). Auch dann werden die eintreffenden Lichtstrahlen bereits vor der Netzhautebene gebündelt und die Retina kann nur ein unscharfes Bild wahrnehmen. Neben der Korrektur durch Brille oder Kontaktlinsen stehen noch operative Möglichkeiten, wie zum Beispiel mit Hilfe von Laser-Technik (LASIK), zur Verfügung.

 

 

N

  • Netzhaut vgl. Retina

 

  • Netzhautablösung

Die Netzhaut (Retina) liegt direkt dem Pigmentepithel auf und ist normalerweise durch die Pumpleistung des Epithels und der Verzahnung von Stäbchen und Zapfen fest mit diesem verbunden. Wird die feste Verbindung z.B. durch Eindringen von Flüssigkeit bei Gefäßverletzungen gestört, kommt es zu einer Ablösung der Netzhaut. Auffällig wird die akute Erkrankung durch das plötzliche Auftreten von schwarzen und roten Punkten und ein eingeengtes Gesichtsfeld. Eine Netzhautablösung muss umgehend operativ behandelt werden.
Für Patienten mit Risikofaktoren wie z.B. Diabetes, starke Kurzsichtigkeit oder familiärer Häufung von Netzhautablösung ist eine regelmäßige Kontrolle der Retina überaus wichtig.

 

 

O

  • OCT = Optische Kohärenztomografie

Dieses Verfahren ermöglicht mittels Lasertechnik hochauflösende Schnittbilder der Netzhaut. Die Dicke der Netzhaut kann in einzelnen Schichten vermessen werde. Somit sind feinste Unterschiede zu erkennen.

 

  • Optische Kohärenztomografie vgl. OCT

 

 

P

  • Presbyopie = Altersweitsichtigkeit

Bei der Altersweitsichtigkeit, häufig auch Alterssichtigkeit genannt, handelt es sich um einen natürlichen Alterungsprozess der Augenlinse. Zwischen dem 40. Und 50. Lebensjahr lässt die Sehschärfe im Nahbereich nach, da die Linse ihre Elastizität verliert. Normalerweise kann sie mit Hilfe des Ziliarmuskels und der Zonulafasern gedehnt oder gestreckt werden, so dass man in unterschiedlichen Entfernungen trotzdem scharf sehen kann. Dieser Vorgang wird Akkomodation genannt. Mit zunehmendem Alter verhärtet die Augenlinse und verliert damit ihre Flexibilität. Ein scharfes Bild entsteht erst hinter der Netzhautebene.

 

 

R

  • Retina = Netzhaut

Obwohl die Netzhaut nur 0,1 bis 0,5 Millimeter dick ist, besteht sie aus einer äußeren und einer inneren Schicht. Das retinale Pigmentepithel bildet die äußere Schicht und ist unter anderem für die Lichtabsorption und den Vitamin A Stoffwechsel verantwortlich. Die innere Netzhautschicht enthält die Fotorezeptoren. Hier befinden sich die Zapfen und Stäbchen, die das einfallende Licht in elektrische Impulse umwandeln.

 

 

S

  • Sicca-Syndrom

Ungefähr 30% aller Patienten leiden unter trockenen Augen. Typische Symptome sind u.a. Augenrötung, Brennen und Fremdkörpergefühl. Die Ursache liegt entweder in der falschen Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit oder in einer Fehlfunktion der Liddrüsen. Weitere Informationen zum Sicca-Syndrom

 

  • Stabsichtigkeit vgl. Astigmatismus

 

  • Stäbchen

Sehr empfindliche Fotorezeptoren in der Retina, die auch schwache Lichtreize noch umsetzen können. Sie ermöglichen somit das Hell-Dunkel-Sehen und sind vor allem nachts oder in der Dämmerung von Bedeutung. In der Netzhaut finden sich ungefähr 120 Millionen Stäbchen gegenüber 6 Millionen Zapfen.

 

 

T

  • Tensio = Augeninnendruck

Physikalischer Druck auf die Augeninnenwand. Der Augeninnendruck hält die kugelige Form des Augapfels aufrecht und sorgt für Stabilität und eine konstante Wölbung der Hornhautoberfläche Ein normaler Wert liegt ungefähr bei 15,5 mm Hg. Von einem erhöhten Augeninnendruck spricht man bei Werten ab 18 bis 21 mm Hg. Ein erhöhter Wert kann ein Hinweis auf ein Glaukom sein.

 

  • Trifokale Linsen

Intraokulare Kunstlinsen mit zusätzlichem Fokusbereich zwischen 50-100 cm zur Erleichterung bei der Bildschirmarbeit. Sie werden bei einer Katarakt-OP eingesetzt.

 

  • Trifokale-torische Linsen

Intraokulare Kunstlinsen mit zusätzlichem Fokusbereich zwischen 50-100 cm, die darüber hinaus Astigmatismus korrigieren. Sie werden als Implantate bei einer Katarakt-OP verwendet.

 

  • Trockenes Auge vgl. Sicca Syndrom

 

 

W

  • Weitsichtigkeit vgl. Myopie

 

 

Y

  • YAG-Laser

Werden meist für die für die Nachbehandlung eines grauen Stars und zum Stillen von Blutungen eingesetzt.

 

 

Z

  • Zapfen

Fotorezeptoren der Netzhaut, die das Sehen von Farben ermöglichen. Es gibt ca. 6 Millionen Zapfen im Auge des Menschen.

 

  • Ziliarmuskel

Ringförmiger Muskel, der über die Zonulafasern die Form der Linse steuert. Die Linse ist an diesen Zonulafasern in der Mitte des Ziliarmuskels aufgehängt. Im entspannten Zustand des Ziliarmuskels, ist dieser weiter von der Linse entfernt und die Zonulafasern straff gespannt. Die Linse wird gestreckt, unser Auge ist auf Fernsicht eingestellt. Versuchen wir Dinge im Nahbereich zu erfassen, spannt sich der Ziliarmuskel an und rückt dadurch näher an die Linse heran. Die Zonulafasern sind gelockert und die Augenlinse kann eine kugeligere Form annehmen. Die Brechkraft wird somit erhöht und das Bild kann scharf auf der Netzhaut abgebildet werden. Diese Anpassung wird Akkomodation genannt und geht mit zunehmendem Alter verloren (vgl. Presbyopie).

 

  • Zonulafasern

Sie sind kreisförmig um die Linse angeordnet und verbinden diese mit dem ringförmigen Ziliarmuskel. Das Zusammenspiel von Ziliarmuskel, Zonulafasern und Linse bildet die Grundlage für die Akkomodation.

 

  • Zuckendes Augenlid vgl. Faszikulation

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